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Es gab wohl noch nie einen größeren Umbruch in der Kindererziehung als die Erfindung des Internets. Das Internet hat unser Leben fest im Griff, und die Nutzwerte sind so enorm, dass wohl kaum einer darauf verzichten würde. Und die Gefahren des Internets? Nun, Erwachsene verstehen darunter Computerviren, Phishing-Mails und Datenklau. Aber wer Kinder hat, dem schießen noch andere Dinge durch den Kopf: Mobbing bei Facebook, riskante Selfie-Aktionen und andere Dinge. Das Cyber Bulling beispielsweise kann die Psyche der Opfer in noch nie dagewesener Qualität belasten. Eine einfache Anti-Viren-Software gibt es nicht. Die sogenannten Shit-Storms, Beleidigungen oder sonstige Daten verbreiten sich über dieselben Kanäle, über die ihr Kind sonst mit Freunden kommuniziert – und diese Kommunikations-Tools wollen sich Kinder und Jugendliche auf keinen Fall wegnehmen lassen.

Gruppendynamik bekommt eine neue Dimension

Die Zugehörigkeit und Identifikation mit der eigenen Gruppe ist Kindern und Jugendlichen sehr wichtig, und der Austausch findet heute quasi zu 60 Prozent im Internet statt. Viele Eltern haben den Wunsch, ihre Kinder online zur überwachen, vielleicht sogar das Handy des Kindes zu orten – ein ungerechtfertigter Eingriff in die Privatsphäre des Kindes? Ganz und gar nicht! Zumindest nicht, wenn Sie es für richtig halten, die Videospiele, die Musik und den Umgang Ihres Kindes zu kontrollieren. Die sozialen Beziehungen Ihres Kindes spielen sich zu einem großen Teil online ab. Und leider beschleunigt das Internet nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Ausbreitung schädlicher Einflüsse. Ein typisches Beispiel sind die immer neuen Selfie-Trends. Diese Trends können gefährlich sein, beispielsweise sind schon Jugendliche bei sogenannten Bahngleis-Selfies ums Leben gekommen. Derartige Selfies können durch sogenannte Challenges ausgelöst werden, die einen hohen Gruppenzwang ausüben. Eine weitere große Gefahr im Internet ist das Cyber Bulling, denn die weitgehende Anonymität führt immer wieder zu einer erschreckenden Verrohung und einer zunehmenden Brutalität der Schikanen.

 Rechtzeitig intervenieren

Eltern und Lehrer sind typischerweise die letzten, die die Trends und Cyber-Attacken im Umfeld ihrer Kinder wahrnehmen. Das muss aber nicht so sein, denn den eigenen Nachwuchs online zu überwachen, ist keine fiese Art, das Kind zu kontrollieren, sondern nach heutigen Maßstäben ein normaler Teil der Erziehung. Die technischen Möglichkeiten sind vielfältig, Sie können sogar das Handy Ihres Kindes orten. Eines steht fest: Wenn Sie Ihr Kind nach Ihren Vorstellungen erziehen und schützen wollen, müssen Sie die Online-Aktivitäten Ihres Kindes kennen. So können Sie sicherstellen, mit wem Ihr Kind Umgang hat, Sie erfahren von gefährlichen Trends und Mutproben-Challenges und Sie erkennen, ob Ihr Kind Schwierigkeiten mit Cyber Bulling hat.

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